Es war eine heiße Sache wegen der Temperaturen, aber auch wegen der Ergebnisse und der Erlebnisse: An der Aktion "Z-Fit" der Zukunfts-Initiative Handwerk Nordrhein-Westfalen nahmen beim Düsseldorfer Marathon am Sonntag 20 Staffeln teil und warben auf 42,195 Kilometern für das Handwerk.
Beim Start kurz vor zehn Uhr schon an die 25 Grad und gegen Mittag knapp 30 Grad, dazu ein böiger Wind, der viel Staub aufwirbelte und damit das Atmen erschwerte die Wetterbedingungen waren für die 13.600 Marathonis alles andere als ideal. Unter ihnen waren knapp 8.000 Staffelläufer, was die Düsseldorfer Veranstaltung zum größten Staffellauf der Welt werden ließ. Das von der Landes-Gewerbeförderungsstelle des nordrhein-westfälischen Handwerks (LGH) geleitete Projekt Zukunfts-Initiative hatte letztlich 20 Staffeln "auf die Beine gebracht", nachdem in der Woche vor dem Startschuss noch fünf Quartette wegen Verletzungs- oder Krankheitsfällen absagen mussten.
Spaß haben, den Teamgeist im Betrieb stärken und etwas für das Image der eigenen Firma und der ganzen "Wirtschaftsmacht von nebenan" tun das war schon im Vorfeld von den Läufern als gute Gründe genannt worden, warum sie sich an der Aktion "Z-Fit" beteiligten. Eine starke, aber auch bunte Truppe hatte sich zusammengefunden: Azubis waren dabei, aber auch ältere Semester, aktive Handwerker neben Beratern aus der Organisation, erfahrene Langstreckler ebenso wie Läufer, die sich eher als Anfänger einstuften. Man habe sich gut vorbereitet und gehe deshalb zuversichtlich auf die Strecke, war die einhellige Meinung in den letzten Minuten vor dem Start. Bei allem Ehrgeiz und dem einen oder anderen persönlichen Leistungsziel gehe es vor allem darum, das Marathonfeeling gemeinsam auszukosten und "mit Anstand" ins Ziel zu kommen, stimmten die 78 Läuferinnen und Läufer in den weiß-silbernen Z-Fit-Trikots überein.
All das gelang denn auch bei der zweiten Auflage von "Z-Fit" wieder bestens: Mit einer Zeit von drei Stunden 18 Minuten erlief sich die Staffel der Schlosserei Häusser aus Geldern Rang 1 unter den "Z-Fitlern" und den 58. Platz unter den 1.900 Staffeln. Das Häusser-Quartett war damit noch um einige Sekunden schneller als die beste "Z-Fit"-Staffel im vergangenen Jahr. Neun Minuten später war der Marathon für eine der beiden gemischten Teams aus unterschiedlichen Firmen beziehungsweise Verbänden zu Ende (auf Platz 113). Dritter in der internen Wertung wurde die Staffel des Westdeutschen Handwerkskammertages (3:50). Danach ging es Schlag auf Schlag: Die Kreishandwerkerschaft Mönchengladbach (3:52), die Ambrock GmbH aus Dortmund, die auch 2010 dabei gewesen war (3:55) sowie die beiden Staffeln von IVT Weiner & Reimann aus Oberhausen (ebenfalls zum zweiten Mal am Start und jetzt zeitgleich mit 3:57 im Ziel) machten das Septett derjenigen perfekt, die weniger als vier Stunden lang unterwegs waren. Dies schafften insgesamt lediglich 866 der 1.900 Staffeln.
Zwischen vier Stunden und 4:42 Stunden benötigten (jetzt in alphabetischer Reihenfolge) das Berufsbildungszentrum der Kreishandwerkerschaft Märkischer Kreis, die vier Quartette der Elektro-Innung Solingen, die wieder jeweils alle zusammen liefen und sogar "in großer Formation" auf dem letzten Streckenabschnitt Richtung Ziel trabten, der Fachverband SHK NRW, das zweite Häusser-Team, die Hüllhorster Zimmerei Kornfeld, der Borkener Maler- und Glaserbetrieb Ridder, der Verband des Rheinischen Bäckerhandwerks , die Vianden GmbH aus Bonn, die Bäckerei Wieler aus Meerbusch sowie das zweite Mix-Team. Besonderen Respekt "erliefen" sich Sylvia Wieler und ihre Freundin Anja Giesen: Weil kurzfristig ihre Mitstarter ausgefallen waren, absolvierten die beiden Frauen je zwei Staffelstrecken und kamen nach 4 Stunden 28 Minuten glücklich und zufrieden ins Ziel.