Ein typisches Problem im Dachsanierungsfall ist für den Bauherrn die Wahl des geeigneten Deckwerkstoffes. Wir zeigen Ihnen anhand eines Sanierungsbeispiels, wie der Klempnermeister seinen Auftraggeber überzeugte und sturmsichere Metallschindeln einsetzte.
Im Sauerland und im Bergischen Land sieht man oft an älteren Gebäuden Schiefer- und Schindeldächer. Der Zahn der Zeit und die Unbilden des Wetters in diesen Gegenden, aber auch die neue EnEV sorgen dafür, dass der Sanierungsbedarf enorm geworden ist. Um den Charakter der Gebäude zu erhalten, waren bei Neudeckungen bisher Naturschiefer oder preiswerte Pappschindeln für die Hauseigentümer die Werkstoffe der Wahl. Klempnermeister Thomas Sobireg aus Wuppertal überzeugte jedoch bereits viele Bauherren und Hauseigentümer, die wichtigste Haut ihrer Gebäude mit einem neuen, langlebigen Schindelsystem aus Metall zu erneuern. Bei seinen Projekten verwendete Sobireg Aluminiumschindeln mit einer neuartigen, feinstrukturierten und matten Oberfläche passend zu den vormals eingebauten Werkstoffen in anthrazitfarbener Beschichtung. Dies waren meistens verrottete Pappschindeln oder alte verwitterte Schieferdeckungen. Die entscheidenden Argumente für den Einsatz der Metallschindeln waren zum einen der Beibehalt der charakteristischen Architektur, die durch die neue Oberfläche gegeben und von den Auftraggebern auch gewünscht war. Darüber hinaus ließen sich die Kunden von der Regendichtheit und der Standfestigkeit des Systems sowie den sehr langen Herstellergarantien überzeugen so auch Dirk Cleff, Geschäftsführer der Carl Wilhelm Cleff GmbH & Co. KG.
Das Wuppertaler Unternehmen ist in der Fahrzeugbranche tätig und fertigt unter anderem hochwertige Innenausstattungen für Reisebusse unterschiedlicher Hersteller. Das Dach des Cleff-Verwaltungsgebäudes, das in den 1950er-Jahren erbaut wurde, war nicht mehr reparabel und musste komplett erneuert werden. Die erste Naturschieferdeckung wurde bereits in 1970 gegen eine Deckung aus Pappschindeln ersetzt. Sie hielt bis etwa 1990 und musste danach ständig repariert werden das Pappdach war nun ein Wartungsdach. Als 2007 der Sturm Kyrill über Wuppertal fegte, fand die letzte Reparatur der Dachdeckung mit Schweißbahnen statt das Dach war nun endgültig zur Sanierung fällig.

Dämmen, decken und verwahren
Nach einer Fachberatung von Thomas Sobireg und der Präsentation des Sanierungskonzeptes sowie verschiedener Oberflächenmuster entschied sich der Bauherr für die Deckung mit anthrazitfarbenen Alu-Dachschindeln. Beauftragt wurde das Konzept wie folgt:
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Die Betondecke des gut durchlüfteten Dachbodens erhält gemäß EnEV eine 100 Millimeter dicke Dämmung aus Styrodurplatten.
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Die Dachkonstruktion aus Holz wird überprüft und eventuell ausgebessert.
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Die vorhandene Dachdeckung aus Pappschindeln bleibt als zusätzliche Dichtung erhalten. Schadhafte Stellen werden ausgebessert und grobe Unebenheiten ausgeglichen.
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Auf die vorhandene Schindeldeckung wird eine nahtselbstklebende, diffusionsoffene Trennlage verlegt.
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Die Dachentwässerung und die Schneefangeinrichtungen werden komplett erneuert. Hierbei kommen die Systemkomponenten des Schindelsystems zur Anwendung.
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Die Dachdeckung erfolgt mit farbbeschichteten Aluminium-Dachschindeln nach vereinbartem Muster.
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Die vorhandenen Solarmodule werden demontiert, zwischengelagert und mit systemkonformen Halterungen neu aufgeständert.
Vorteil dieser Vorgehensweise war, dass während der Sanierungsarbeiten der Betrieb im Verwaltungsgebäude ohne Unterbrechungen und kostspielige Schutzmaßnahmen vor Tagwasser weiterlaufen konnten. Im Zuge der Ausbesserungsarbeiten am vorhandenen Dach erfolgte zunächst die Demontage und die komplette Neumontage der Dachrinnen und der Regenfallrohre. Somit wurde das anfallende Niederschlagswasser bereits mit Beginn der Dachdeckungsarbeiten schadlos abgeleitet. Rinnen und Rohre sind aus dem gleichen Werkstoff und der gleichen Oberflächenbeschichtung hergestellt wie die Schindeln und passen somit farblich exakt zur Dachdeckung. Als Trennlage und Ausgleichsschicht für kleinere Unebenheiten ordnete der Wuppertaler Klempnermeister zwischen Pappschindel und Metalldeckung eine diffusionsoffene nahtselbstklebende Unterdeckbahn an. Die eingesetzte Bahn ist zudem winddicht und regensicher.
Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der klempner magazin Ausgabe 3|2010.