Eines Tages steht jedes Unternehmen vor der Aufgabe, die Nachfolgeregelung erfolgreich zu gestalten: Am 1. Mai 2016 haben der bisherige Geschäftsführer Marco Cappello und Martin Thalmann als neue Eigentümer die Thalmann Maschinenbau AG übernommen.
Die Thalmann Maschinenbau AG geht auf den von Otto Thalmann im Jahr 1948 in Frauenfeld gegründeten Einmannbetrieb zurück. Aus dem einfachen Handwerksbetrieb entwickelte sich im Laufe der Jahre ein international tätiges Maschinenbauunternehmen. Seit dem 1. Mai 2016 leitet Geschäftsführer Marco Cappello offiziell und federführend die Geschicke der Thalmann Maschinenbau AG. Was ihn motiviert, welche Ziele er verfolgt und welche Änderungen zu erwarten sind, verrät er in unserem Interview.
Herr Cappello – herzlichen Glückwunsch. Sie bilden jetzt die neue Führungsspitze der Thalmann Maschinenbau AG. Wie kam es dazu?
Marco Cappello: Vielen Dank. Wobei die Glückwünsche an erster Stelle dem gesamten Thalmann-Team und insbesondere den Thalmann-Brüdern Ruedi, Rolf und Peter Thalmann zustehen. Schließlich haben sie mit unermüdlichem Einsatz, großem Unternehmergeist und ganz viel Herzblut das Unternehmen mit zu dem gemacht, was es heute ist. Schon seit Beginn meiner Tätigkeit bei Thalmann im Jahre 2009 konnte ich mich zu 100 Prozent mit dem Unternehmen identifizieren. Als dann die Unternehmensnachfolge geregelt werden musste und die Thalmann-Brüder auf mich zugekommen sind, habe ich nicht lange gezögert. Ich war schon immer ein Unternehmergeist und ein regelrechter Fan der Thalmann-Maschinen. Schon vor meiner Zeit bei Thalmann war ich in verschiedenen Bereichen der blechverarbeitenden Branche unternehmerisch tätig. Von daher bin ich mir über die Tragweite dieser Entscheidung und über die Verantwortung, die ich jetzt trage, sehr bewusst – Verantwortung für das Unternehmen, für die Mitarbeiter und gegenüber Lieferanten und Kunden. Nicht zuletzt besteht auch eine emotionale Verbindung zur Thalmann Maschinenbau AG.
Wodurch zeichnet sich diese emotionale Bindung aus?
Wie bereits eingangs erwähnt, wurde das Unternehmen von den Thalmann-Brüdern mit viel Leidenschaft, Herzblut und Ehrlichkeit geführt. Das hat mich sehr beeindruckt und entspricht ganz meiner Gesinnung. Von daher bin ich sehr glücklich darüber, dass Martin Thalmann, der Sohn des ausscheidenden Seniorchefs Peter Thalmann, neu an Bord ist. Als gelernter Elektromechaniker und technischer Kaufmann wird er sich künftig für die administrativen Aufgabenbereiche verantwortlich zeichnen. Das Original-Thalmann-Gen wird also weiterhin im Unternehmen bestehen bleiben.
Welche Ziele verfolgen Sie und sind Änderungen zu erwarten?
Im Prinzip wird vieles gleich bleiben – und doch verfolge ich strategische Ziele, wie zum Beispiel die Forcierung der internationalen Ausrichtung, ohne dabei die Heimatnähe zu vernachlässigen. Denn nach wie vor ist für uns der Begriff „Swiss Made“ ein Qualitätsversprechen. In einer Maschine von Thalmann steckt jede Menge Erfahrung, fundiertes Ingenieurwissen, Innovationen und ganz viel Herzblut. Seit 1960 entwickeln wir Schwenkbiegemaschinen, in denen jedes verbaute Einzelteil zuverlässig seine Aufgabe erfüllen muss. Daher legen wir auch in der Zukunft größten Wert auf dessen Einzelqualität, damit sie stets schnell, präzise und zuverlässig biegen.
Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in klempner magazin 05/2016.
