Lea Lewandowski ist im drittem Lehrjahr, zweifache Mutter, alleinerziehend, sie hat das große Latinum und brennt für den Werkstoff Metall. Quelle: KlempnerMagazin
Lea Lewandowski ist im drittem Lehrjahr, zweifache Mutter, alleinerziehend, sie hat das große Latinum und brennt für den Werkstoff Metall. Quelle: KlempnerMagazin

Technik

10. September 2021 | Teilen auf:

Filmdreh Herz-Jesu-Kirche in Münster: Brennen für das Klempnerhandwerk

Turmdeckungen sind die Königsdisziplin des Klempners. Exponiertes Arbeiten, Handwerkskunst und Baustellenlogistik stehen bei der Bauausführung im Vordergrund. Das weiß der Klempner-Sachverständige Klaus Siepenkort aus eigener Erfahrung nur zu genau. Zurzeit hat er als Fachbauleiter an Herz-Jesu-Kirche in Münster die Aufgabe, zusammen mit zwei Klempnerfachbetrieben und Holzbauspezialisten die vom Sturmschaden geschädigte Tafeldeckung aus Kupfer sowie Teile der Holzkonstruktion zu erneuern.

Die Auszubildende Sie präsentierte am Set in 70 Meter Höhe, bei bestem Klempnerwetter, mit positiver Ausstrahlung den sicheren Umgang mit Blechschere, Falzzange und Klempnerhammer Quelle: KlempnerMagazin

Wir sind sehr froh, die Klempnermeister Gerald Plenter sowie Christian und Wilhelm Bagge für diesen Sanierungsfall gewonnen haben. Sie sind Experten Ihres Faches; und das Beste ist, sie bilden junge Menschen aus und sorgen dafür, dass dieses schöne Klempnerhandwerk weiterlebt“, so Siepenkort

Nicht nur Nachwuchssorgen, auch das bekannte Imageproblem, das mit der Berufsbezeichnung verbunden ist, veranlassten das Bauteam, dieses exponierte Turmprojekt für die Öffentlichkeitswerbung zu nutzen. Das spektakuläre Gerüst ist jedem Münsteraner präsent - weit geöffnete Türen ergaben sich deshalb bei der Anfrage an Carsten Haack von der Handwerkskammer Münster, das Vorhaben aktiv zu unterstützen. In Sachen Handwerksnachwuchs ist der Abteilungsleiter für Bildung und Recht umtriebig unterwegs; er führt zahlreiche Aktionen und Informationsveranstaltungen in Zusammenarbeit mit Betrieben und Schulen des Kammerbezirkes durch. Die Idee, die Klempner-Auszubildende der Firma Plenter als Botschafterin für das Klempnerhandwerk einzusetzen fand der Bildungsexperte perfekt und bot mit der Produktion eines Imagefilms seine Unterstützung an. Klempner-Auszubildende Lea Lewandowski ist im drittem Lehrjahr, zweifache Mutter, alleinerziehend, sie hat das große Latinum, sie brennt für den Werkstoff Metall und hat keine Scheu vor einer laufenden Kamera Blech zu verarbeiten – die perfekte Protagonisten in einem Imagefilm für das Klempnerhandwerk. Sie präsentierte am Set in 70 Meter Höhe bei bestem Klempnerwetter und mit positiver Ausstrahlung den sicheren Umgang mit Blechschere, Falzzange und Klempnerhammer.  

Das Team für Nachwuchswerbung: (vorn) Lea Lewandowski mit Kameramann und Tontechniker der Artland Studios; (hinten v.l.) Gerald Plenter, Ulrike Werning, Carsten Haack und Klaus Siepenkort. Quelle: KlempnerMagazin

Um eine abgerundete Darstellung des Klempnerhandwerks zu zeigen, werden am zweiten Set Arbeiten in der nahegelegen Klempnerwerkstatt der Firma Plenter gedreht. Denn das Handwerk findet schon lange nicht mehr auf der Baustelle statt. Der hohe Fertigungsgrad für Dach- und Fassadenprofile wird heute mit Hightech-Blechbearbeitungsmaschinen in den Produktionsstätten der Handwerksunternehmen erzielt.

Die Dreharbeiten nutzen die Schulkollegen der vom Unterricht freigestellten Mitschülerin für eine Bildungsreiche mit Turmbesichtigung in Münster Quelle: KlempnerMagazin

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