Auf Phillip Island ein modernes Besucherzentrum – das architektonische Highlight der Insel mit einer einzigartigen Metallhülle aus Titanzinkschuppen. Quelle: ARC
Das moderne Besucherzentrum Phillip Island– das architektonische Highlight der Insel mit einer einzigartigen Metallhülle aus Titanzinkschuppen. Quelle: ARC

Technik

09. August 2021 | Teilen auf:

Schuppen für die Pinguine  

Auf Phillip Island (Australien) enstand ein modernes Besucherzentrum – das architektonische Highlight der Insel mit einer einzigartigen Metallhülle aus "Titanzinkschuppen“. Gelungen ist der Spenglerfirma ARC auch die hierfür anspruchsvolle Unterkonstruktion.

Nur 90 Minuten von Melbourne liegt Phillip Island Nature Parks, eine gemeinnützige Organisation, die sich für den Schutz der einheimischen Tier- und Pflanzenwelt auf Phillip Island einsetzt. Mit ihren Eintrittsgeldern unterstützen Besucher direkt die Förderung laufender Aktivitäten zum Landschaftsschutz. Das 2019 eröffnete neue Besucherzentrum ist ein spektakulärer Entwurf des Büros Terroir Architects aus Sydney.

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Der Sieger des „International Architecture Awards” von 2019 schmiegt sich sternförmig in das sensible Ökosystem und leitet die Besucher zu den Beobachtungsständen. Quelle: ARC

Es hat den Anspruch, Tier- und Naturschutz mit den Anforderungen einer touristischen Infrastruktur für die vielen Tagesbesucher zu verbinden. Der Sieger des „International Architecture Awards” von 2019 schmiegt sich sternförmig in das sensible Ökosystem und leitet die Besucher zu den Beobachtungsständen. Bei der Konzeption des rund 36 Millionen Euro teuren Bauprojektes stand die Nachhaltigkeit im Vordergrund. 666 Solarpanels auf dem Dach, eine Regenwasser-Filtrationsanalage und emissionsniedrige Baumaterialen minimieren den ökologischen Fußabdruck. Im Inneren warten auf die rund 600.000 jährlichen Zuschauer der „Pinguin Parade” interaktive Ausstellungen, ein Restaurant, ein Café und Einkaufsmöglichkeiten. Für Schulausflüge und Gruppen stehen mehrere Seminarräume und ein kleines Theater mit 100 Sitzplätzen bereit.

Knackpunkte bei diesem Projekt waren die sehr anspruchsvolle Gebäudegeometrie und die fortlaufende Anordnung des Schindelrasters über alle Flächen und Knickpunkte. Quelle: ARC

Bei der Bauausführung der außergewöhnlichen metallischen Gebäudehülle setzten Bauherr und Terroir Architects auf die Kompetenzen der Dach- und Fassadenspezialisten von ARC Roofing and Wall Cladding aus Sydney. Für die komplexe GebäudehüIle, bestehend aus Dächern, Fassaden, Deckenuntersichten sowie hochwertigen Innenbekleidungen, verlegten die australischen Spengler rund 41 000 Titanzinkschindeln in drei unterschiedlichen Oberflächen. „Knackpunkte bei diesem Projekt waren die sehr anspruchsvolle Gebäudegeometrie und die fortlaufende Anordnung des Schindelrasters über alle Flächen und Knickpunkte“, berichtet Volker Raedel von ARC: „Unsere Aufgabe war es, ein harmonisches Erscheinungsbild über alle Ebenen zu erzielen. Konturierende Stoß- und Eckprofile mussten vermieden werden.“ Eine weitere Herausforderung war auch der Aufbau der Unterkonstruktion. Diese durfte aufgrund der strengen australischen Brandschutzvorgaben nur aus nicht brennbaren Material bestehen. Gewählt wurde deshalb eine spezielle Tragstruktur mit einer Deckunterlage aus Metall für die Hülle aus Elzinc Falzschindeln.

Lesen Sie den vollständigen Bericht mit allen Klempner- und Spenglerdetails zu diesem Projekt in unserer KlempnerMagazin Ausgabe 5/2021.